Der Titel des Natur-Daten Kunstprojekts „Intelligente Landschaften. Künstlerisch-digitale Spurensicherung im Kulturraum Allgäu“ spielt mit der Annahme, dass in Landschaften und den darin verwobenen Lebensformen ein Wissen jenseits der vom Menschen angestifteten Agenda wirkt. Obgleich wir Teil der Landschaften sind und auf unzählige Weisen mit ihr in Verbindung stehen, verändern wir sie mehr als alle anderen Wesen darin. Und jetzt, in Zeiten des Klimawandels, reagieren Landschaften plötzlich anders, als wir es von ihnen gewohnt sind. Wie und wo zeigt sich diese Verflechtung unserer Lebensweisen mit der Landschaft? Was können Landschaften und die Akteure, die sie beleben, uns mitteilen? An welchen neuralgischen Stellen lohnt es sich, besonders hinzuhören? Wo liegen unsere intellektuellen, emotionalen, empirischen, sensorischen und vielleicht sogar spirituellen Synapsen zur Landschaft?

Die Stadt Kempten hat im Januar 2022 ein Pilotprojekt zur Vernetzung der Künstler:innen und Kulturakteur:innen der Region gestartet – eine gemeinsame Kulturplattform für das Allgäu soll entstehen.
Das Projekt mit dem Titel „Intelligente Landschaften“ wurde konzipiert im Rahmen von „dive in. Programm für digitale Interaktionen“ der Kulturstiftung des Bundes, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Programm NEUSTART KULTUR. Das mit knapp 200.000 Euro geförderte Projekt ist nach dem Projekt „Stadtexpedition Kempten“ und „Lebendige Bibliothek für Nature Writing“ das dritte Projekt, für das das Kulturamt der Stadt Kempten Fördergelder bei der Bundeskulturstiftung einwerben konnte.